Dinner im Dunkeln im Gewoelbekeller Speyer

Am Wochenende waren wir Essen, was ja an und für sich nichts Besonderes ist. Dieses Dinner jedoch fand im einem stockdunklen Raum statt, für uns eine außergewöhnliche und spannende Erfahrung!

Mitten in der Altstadt von Speyer befindet sich, in einer kleinen Seitenstraße, das von außen unscheinbare Hotel Garni „Alt Speyer“. Unter dem Hotel gibt es ein großes Kellergewölbe, in welchem das Event stattfand.

Dinner im Dunkeln werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten, man kann sie u. a. über mydays oder Jochen Schweizer
buchen. Wir haben uns für die Location in Speyer entschieden, da  hier ein 4-Gänge-Gourmet-Menü mit regionalen Zutaten ausschließlich in Bioqualität inklusive Weinbegleitung angeboten
wurde.  Außerdem liegt Speyer quasi vor unserer Haustür.

Im Eingangsbereich des Gewölbes befindet sich eine kleine Bar, die Garderobe und das Kochstudio. In dieser modern und stylisch eingerichteten Show-Küche werden Kochkurse und -events abgehalten.

Gewölbekeller in Speyer

Hier wurden wir und die zirka 30 weiteren Teilnehmer von unserem  Gastgeber, dem Bio-Gourmet-Koch und Chef des Hauses, Stefan Walch, begrüßt. Auf nette und sympathische Weise erläuterte Herr Walch den Ablauf des Abends. Natürlich waren wir alle gespannt, was uns erwarten wird. Während der Begrüßung bekamen wir, noch bei gemütlicher Beleuchtung, einen Rosé Sekt als Aperitif und leckeren Flammkuchen für den ersten Hunger serviert.

Begrüßung

Dann war es so weit und wir wurden von der Kellnerin paarweise in den völlig dunklen Speisesaal geführt. Da dieser Gewölbekeller über eine Art Schleuse aus zwei dichten Vorhängen betreten wird, fällt nicht der kleinste Lichtschimmer in den Raum. Die Kellnerin, die mit einem Nachtsichtgerät ausgestattet war, führte uns zu unseren Plätzen.  Jeder hatte ein Platzset vor sich liegen, was laut Herrn Walch ganz wichtig ist, damit man sich orientieren und seinen Bereich „abstecken“ kann. Der Platz war zudem eingedeckt mit mehreren Bestecken, einem Wasser- und einem Weinglas.

Außer den kleinen roten Punkten an den Nachtsichtgeräten der Kellnerin und des Kellners, die uns bedienen würden, konnte man wirklich rein gar nichts sehen.

Als alle Gäste platziert waren, haben wir an unserem Tisch erst einmal durchgezählt, damit wir wussten, wie groß unsere Tischrunde ist. Wir saßen an einem Achtertisch. Durch Beschreibung des Aussehens wurde dann versucht, herauszufinden, wer mit am Tisch saß. Wir hatten uns während der Begrüßung die anderen Gäste gut angesehen. Aber leider konnten wir unsere Tischnachbarn von gegenüber, mit denen wir uns den ganzen Abend lang nett  unterhalten  haben, nicht identifizieren. Sie standen bei der Begrüßung außerhalb unseres Sichtfelds.

Auf dem Tisch stand eine Wasserkaraffe. Beim Einschenken hatte ich zu viel Schwung genommen, und mein Platz-Set unter Wasser gesetzt. Ziemlich schwer, sich Wasser einzuschenken, ohne etwas zu sehen. Wir hatten vorher gelesen, dass man den Finger ins Glas stecken soll, um festzustellen, wann es voll ist. Selbst das ist aber nicht  einfach, denn unser Tastsinn ist, anders als bei blinden
Menschen, nicht besonders gut ausgebildet.

Dann wurde es richtig spannend: Der erste Gang wurde serviert. Es wurde uns natürlich vorher nicht gesagt, was sich auf den Tellern befindet.

Es war leicht zu erkennen, dass es sich um Salat handelt. Aber die Salatsorten eindeutig zu  identifizieren war schon schwieriger. Der Salat war garniert mit einem Spieß. Ich habe Käse und Schinken herausgeschmeckt. Nachdem alle Teller wieder abgeräumt waren, wurde von den Kellnern aufgelöst, was wir gegessen haben. Der vermeintliche Schinken war Chorizo!

Nach dem Salat wurde als Zwischengang eine Suppe und Lachs (den ich als solchen nicht erkannte) serviert.  Als kleiner Gag wurde den Gästen jeweils abwechselnd unterschiedliche Suppen gereicht. Die einen bekamen Blumenkohlsuppe, die anderen Lauchcreme-Suppe. Dann gingen natürlich die Diskussionen los, denn wir gingen ja davon aus, dass jeder Gast das gleiche bekommen würde.

Als Hauptspeise gab es Rinderhüftsteaks mit verschiedenen
Gemüsesorten, Spargel und Rosmarinkartoffeln.

Das Dessert bestand aus drei kleinen Gläsern mit unterschiedlichem Inhalt: Es gab Creme Brulee, Obstsalat und einem warmen, weichen Schokoladenkuchen im Glas.

Zu jedem Gang wurde ein passender Wein aus biologischem Anbau und Weingütern aus der Region ausgeschenkt. Glücklicherweise
haben die Kellner den Wein eingeschenkt, sonst hätte es bestimmt
einige böse Rotweinflecken auf der Tischdecke gegeben.

Auch hier durften wir raten, um welche Weinsorte es sich jeweils handelte. Sogar für Weinkenner war das ziemlich schwer und kaum einer im Raum wusste die richtige Antwort.

Ich habe tapfer mit Messer und Gabel gegessen, mußte aber ab und zu mit den Fingern tasten und auch manchmal ein bischen nachhelfen. Am einfachsten war es, die Suppe mit dem Löffel zu essen. Das Essen mit Messer und Gabel war eine amüsante Herausforderung.

Ich fand es erschreckend, wie schwer ich mir damit tat, die einzelnen Speisen zu identifizieren. Für mich ist es unheimlich wichtig, zu
sehen was auf dem Teller liegt, damit ich das volle Geschmackserlebnis habe. Es heißt zwar, dass man im Dunklen mehr schmecken würde, da alle anderen Sinne außer dem Geschmackssinn heruntergefahren sind. Ich  hatte aber den Eindruck, dass ich mehr genießen kann, wenn ich mein Essen auch sehe.

Trotzdem hat es wunderbar geschmeckt, ein großes Lob an die
Küche! Und auch an die freundliche Kellnerin und ihre beiden Kollegen, die den Abend charmant moderiert und begleitet haben.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich noch anzubringen. Zu einen war es teilweise ziemlich laut im Raum. Offensichtlich neigt man dazu, im Dunklen lauter zu sprechen als sonst. Manchmal konnte man gar nicht verstehen, was der Tischnachbar erzählte. Zum anderen war es offensichtlich nicht vorgesehen, dass Wein nachgereicht wurde, zumindest bekamen wir das nicht angeboten. Nur auf Nachfrage wurde nochmals nachgeschenkt. Einige Männer im Raum waren
darüber nicht sehr glücklich…

Als das Dinner zu Ende war, durfte jeder Gast einmal durch das Nachtsichtgerät schauen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie unsere Kellner uns und den Raum gesehen haben. Und natürlich konnten wir dann einen ersten Blick auf unsere Tischnachbarn und den Gewölbekeller werfen.

Danach wurde der Raum sanft mit Kerzenlicht erleuchtet, damit sich die Augen langsam wieder an die Helligkeit gewöhnen konnten. Nun sahen wir zum ersten Mal das stylische Kellergewölbe, in welchem das Dinner stattfand.

Draußen im Kochstudio hatte Stefan Walch alle Gänge nochmals nachgestellt, und wir konnten uns ansehen, was wir gegessen haben.

4-Gänge-Menue
Hier konnten wir uns das 4-Gänge-Menue nach dem Dinner nochmal ansehen.

Wir haben das „Dinner im Dunkeln“ sehr genossen und einen interessanten, kurzweiligen Abend verbracht. Ich kann das Event jedem empfehlen! Buchen kann man das Dinner in the Dark direkt beim Hotel „Alt Speyer“, Kosten pro Person inkl. Wein: EUR 89,– (auch als Geschenkgutschein erhältlich).

Für die jenigen, die nicht in der Nähe wohnen: Wie wär es mal mit
einem Wochenendausflug nach Speyer?  Das historische Städtchen bietet viele Sehenswürdigkeiten, u.a. den bekannten
Kaiserdom, mehrere interessante Museen, eine Sea Life Unterwasserwelt, eine charmante Altstadt, eine Fußgängerzone mit schicken
Geschäften, Restaurants und Straßencafés etc…

Im ***Hotel Garni „Alt Speyer“ kann man zu fairen Preisen übernachten. Ich habe die Zimmer nicht gesehen, aber die Fotos auf der Internetseite sehen vielversprechend aus. Es werden auch interessante Arrangements angeboten.

Neue Termine fürs „Dinner im Dunkeln“ bei Stefan Walch gibt es wieder ab September 2016. Für Gruppen ab 15 Personen können
individuelle Termine vereinbart werden.

Hast Du auch schon einmal an einem „Dinner im Dunkeln“ teilgenommen? Wie hat es dir gefallen?

Beitragsbild: Herzlichen Dank an Katharina Wieland Müller_pixelio.de.jpg

 

 

 

Liebster Award – Nominierung

Kürzlich wurde ich von meiner Blogger-Kollegin Ulrike von
Zypresseunterwegs.de für den „Liebster Award“ nominiert. Herzlichen Dank dafür, liebe Ulrike.

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Sonnenschutz und Make-Up in einem!

Alle Produkte

Dass eine Sonnencreme zuverlässig vor UV-A und UV-B-Strahlung schützen muss, ist selbstverständlich. Meine Lieblings-Sonnencreme von VICHY kann aber noch mehr… Sonnenschutz und Make-Up in einem! weiterlesen

Das Fontainebleau: Luxus und Glamour in Miami Beach

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Als krönenden Abschluss unserer letzten Florida-Reise haben meine Tochter und ich ein paar Tage im Fontainebleau Miami Beach verbracht.

Ausgesucht hat das Hotel meine Tochter. Sie hatte gelesen, dass hier Stars ein- und ausgehen würden.  Als Mega-Fan von Selena Gomez und Justin Bieber (meine Tochter ist noch ein Teenie -:), die gelegentlich dort gesichtet werden, wollte sie unbedingt in dieses Hotel. Nachdem ich die tollen Fotos vom Fontainebleau im Internet gesehen hatte, musste sie mich nicht lange überreden.

Im Fontainebleau einzuchecken bedeutet, in eine Welt von Glamour und Luxus einzutauchen!

Wenn man das stylische, top-moderne Luxushotel von heute kennt, kann man kaum glauben, dass dieses bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eröffnet wurde , und als Filmkulisse einiger bekannter Hollywood-Streifen diente. Hier wurden unter anderem einige Szenen des James-Bond-Films „Goldfinger“ und „Bodyguard“ mit Whitney Houston und Kevin Costner gedreht, und Stars wie Frank Sinatra und Elvis Presley gingen hier ein und aus.

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Das Fontainebleau 1955 Qulle: Wikimedia commons

In 2008 wurde das Hotel für eine Billion (!) US-Dollar renoviert und erweitert. Seither ist es wieder Anlaufpunkt für Stars & Sternchen, für Reiche und Schöne. Und dazwischen tummeln sich auch ein paar „normale“ Urlauber wie wir, die sich ein paar Tage Luxus in einer glamourösen Location gönnen. Außer uns waren jedoch kaum andere Deutsche da. Die meisten Gäste waren Amerikaner. Wir haben aber auch viele Süd- und Mittelamerikaner getroffen.

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Die Hotelanlage ist riesengroß. Sie besteht aus einem halbkreisförmigen Hauptgebäude, zwei Hochhaustürmen, mehreren Nebengebäuden, und einem herrlichen Außenbereich mit 6 Pools.

Poolbereich

Die sogenannten Cabanas, Daybeds und Pavillions am Pool müssen separat gebucht werden und kosten richtig viel Geld! Die normalen Liegen im Poobereich kosten nichts extra.

Vom Hotelgelände aus gibt es einen direkten Zugang zum Strand. Der Eingang zum Hotelbereich ist gesichert und nur mit Vorlage der Keycard möglich.

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Unser Zimmer lag im 6. Stock, mit atemberaubendem Blick über die Hotelanlage und aufs Meer.

Miami Beach
Blick aus unserem Hotelzimmer

Ein Holzsteg führt am Hotel vorbei bis ins Zentrum (Art- Deco-District, Ocean Drive und Lincoln Road) von Miami Beach.

Der Hotelstrand

Der Sandstrand erstreckt sich kilometerweit in beide Richtungen, ideal für lange Strandspaziergänge.

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Meine Tochter im Foyer

Limousine

Leider nicht unsere Limousine!

 

Blick in die Collins Avenue – rechts das Hotel

Die Hotelanlage verfügt über mehrere Restaurants, eine Poolbar und verschiedene Indoor-Bars,  einen Coffee-Shop, einen wunderschönen, riesigen Spa-Bereich (da war ich) und ein Fitness-Studio (da war ich mal wieder nicht :-).

Im Untergeschoss des Hotels befindet sich einer der bekanntesten Clubs Miamis: Das LIV. Hier treten regelmäßig Stars wie Lady Gaga, Maroon 5, Katy Perry etc…auf.  Am Samstag gegen 22 Uhr fuhren die Limousinen vor und in der Lobby bildete sich eine lange Schlange vor dem Clubeingang.  Ich habe noch nie so viele attraktive, mega aufgestylte Frauen und gut gekleidete Männer gesehen wie an diesem Abend.

Wie überall in Amerika ist der Eintritt in den Club erst ab 21 Jahren erlaubt, da wird auch für Hotelgäste keine Ausnahme gemacht! Ich wollte meine Tochter nicht alleine lassen, deshalb war auch ich nicht im LIV.

Wie in Luxushotels wie dem Fontainebleau üblich, sind die Preise in den Restaurants, an der Bar und die SPA-Behandlungen ziemlich teuer. Für das Frühstück zahlten wir über 35 Dollar pro Person!

Im Hotel gibt es mehrere Boutiquen und Shops. Hier konnten wir
öfters mal beobachten, wie junge Mädchen mal so auf die Schnelle für mehrere Tausend Dollar Klamotten und Taschen geschoppt haben – mit der Creditcard, vermutlich die vom Daddy 🙂

Das Hotel  ist ein idealer Ausgangspunkt, um Miami Beach zu erkunden. Ganz in der Nähe des Hotels befindet sich eine Bushaltestelle. Hier fahren regelmäßig Busse zum  Art-Deco-District, in die Lincoln Road (Einkaufsstraße) und zum Ocean Drive.  Um abends von dort zurück ins Hotel zu kommen, empfehle ich ein Taxi zu nehmen.  Die Fahrt dauert nicht lange und somit kostet das Taxi auch nicht die Welt.

An einigen Tagen haben wir uns im Coffeshop des Hotels einen
Morgenkaffee geholt, und sind dann zum Frühstücken mit dem Bus ins Zentrum gefahren. Hier kann man in einem der zahlreichen Restaurants ganz toll frühstücken, und vor allem kann man dort auch draußen sitzen. Das gefiel mir weitaus besser, als das Frühstück im klimatisierten, kühlen Hotelrestaurant einzunehmen.

Einen kleinen Minuspunkt erhält das Hotel von mir dafür, dass es leider nur wenig Möglichkeiten gibt, draußen zu sitzen. Am Abend ist die Poolbar geschlossen und die Restaurants sind alle ausschließlich indoor.  Die Amerikaner stehen ja bekanntlich auf klimatisierte Räume, aber ich persönlich sitze lieber draußen!

Das Fontainebleau kann man über alle bekannten Hotelportale buchen. Die Preise sind sehr unterschiedlich, je nach Saison und Anbieter. Preise vergleichen lohnt sich!

Tipp: Unbedingt eine Sightseeing-Tour durch Miami mit dem Segway machen! Wir waren 2 Stunden unterwegs, und haben wahnsinnig viel von Miami Beach gesehen und interessante Insider-Tipps bekommen. Wir hatten einen coolen Guide, der sich richtig viel Mühe gegeben hat, uns seine Stadt zu zeigen.

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Es ging u. a. am Ufer entland

In der Lincoln Road und in der nahen Umgebung gibt es einige Offices, wo man Segway-Touren direkt vor Ort buchen kann.

Wir hatten einen tollen Aufenthalt in Miami, und ich würde sofort wieder im Fontainebleau einchecken! Ihre Lieblingsstars hat meine Tochter leider nicht getroffen, aber vielleicht klappt es dann ja beim nächsten Mal!

Wie gefällt Dir das Fontainebleau? Wenn Du auch ein tolles Hotel in Miami kennst, dann lass es uns gerne wissen.

 

Ruinen-Romantik und rauschender Wasserfall

 

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Verläßt man die A 5 Karlsruhe – Freiburg an der Ausfahrt Achern und folgt der Landesstraße in Richtung Kappelrodeck erreicht man nach ca. 15  km das kleine Örtchen Ottenhöfen. Ein Straßenschild weist den Weg nach „Allerheiligen“, dem Ziel unserer Fahrt am vergangenen Wochenende. Ruinen-Romantik und rauschender Wasserfall weiterlesen

Farbenrausch im Spiegelpalast

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Vor ein paar Tagen waren wir im Palazzo Mannheim.  Auch dieses Jahr hat uns die Show und die Atmosphäre im Spiegelpalast super gefallen! Den Namen hat das Zelt aufgrund der zirka 1.300 Spiegel entlang den Wänden, die wundervoll das Licht reflektieren, und eine herrliche Atmosphäre zaubern. Farbenrausch im Spiegelpalast weiterlesen

7 Ideen: Low-Budget-Wochenendtrips

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Sich öfter mal eine kleine Auszeit gönnen, ohne gleich das Bankkonto zu sprengen. Geht das?

Ja, klar! Hier sind meine Tipps & Ideen für 7 Wochenend-Trips, die auch mit kleinem Budget machbar sind. 7 Ideen: Low-Budget-Wochenendtrips weiterlesen

Das kleine Sushi-ABC

Seit langer Zeit war ich mal wieder japanisch Essen .  Da ich mich in der japanischen Küche nicht besonders gut auskenne, saß ich etwas ratlos vor der Speisekarte. Die einzelnen Gerichte waren zwar als Fotos abgebildet, aber trotzdem wusste ich nicht, was genau ich da zum Essen angeboten bekam.  Ich habe deshalb etwas recherchiert und bin jetzt im Bilde. Wenn Du auch ein bisschen Nachhilfe in Punkto Sushi & Co. gebrauchen kannst, dann wirst du hier fündig.

Beitragsfoto: Tim Reckmann_pixelio.de

Die Vorspeise:  Miso-Suppe

Als Vorspeise wird meistens eine Suppe angeboten. Die bekannteste ist die Misoshiru, kurz auch Miso-Suppe genannt. Sie wird aus Fischsud und Sojabohnenpaste gemacht,  die Suppeneinlagen sind Tofustückchen, grüne Meeresalgen (Wakame) und Frühlingszwiebeln, manchmal auch noch Shiitake (Pilze).  In den meisten japanischen Restaurants wird die Suppe in einem Schälchen und ohne Löffel, dafür aber mit Stäbchen serviert. Die Suppe wird direkt aus der Schale getrunken, die festen Bestandteile werden mit den Stäbchen herausgefischt.

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Sushi

Eines der bekanntesten japanischen Speisen ist das Sushi. Die in Deutschland gebräuchlichsten Formen sind:

Nigiri-Sushi
Das Nigiri besteht aus einer Unterlage aus zusammengepresstem, klebrigen  Reis,  welche mit einem Stück rohem Fisch, Garnelen oder bei der vegetarischen Variante mit Omelett belegt wird. Meistens wird das Bündel mit einem Streifen aus einer Meeresalge (Nori) zusammen gehalten. In Deutschland wir das Nigiri hauptsächlich mit Thunfisch , Lachs, Garnelen und Krabbenfleisch angeboten.

Nigiri-Sushi
Foto: Petra Bork/pixelio

Maki-Sushi
Unter Maki-Sushi versteht man die typischen Reisröllchen, die in Nori (Algenblätter) eingewickelt und innen gefüllt sind. Die Füllung besteht aus Avocado, Gurke, Kürbis, Thunfisch, Lachs, Krabbenfleisch, Garnelen…

Maki-Sushi
Foto: Tim Reckmann_pixelio.de

Es gibt viele verschiedene Arten von Maki. Eine der bekanntesten ist das Ura-Maki, auch California Rolls genannt.  Hier befindet sich der Reis nicht innerhalb des Algenblatts sondern außen, und ist zusätzlich mit Sesamsamen oder Fischeiern ummantelt.  Ura-Maki sind mit Gemüse oder Fisch gefüllt.

California Rolls
Foto: Wikimedia

Zum Sushi wird Wasabi (eine grüne Paste aus sehr scharfem, japanischen Meerrettich), eine kleine Portion Gari (eingelegter Ingwer) und Sojasauce serviert.

Sashimi

Ebenfalls auf jeder Speisekarten zu finden sind verschiedene Sashimi-Gerichte. Sashimi sind ca. 3 bis 4 mm dicke Filetstreifen von rohen Fischen oder Meerestieren. Verwendet werden Salzwasserfische wie Thunfisch, Meeraal, Lachs, Makrele oder Schwertfisch.  Auch Garnelen, Austern und verschiedene Muscheln werden als Sashimi angeboten. Dazu isst man Reis.

Sushi
Foto: Jon Rawlinson über piqs.de
Tenpura

Unter Tenpura (auch Tempura) versteht man in feinem Reismehl panierte Fische, Garnelen und Krabben sowie verschiedenes Gemüse, welche in Fett ausgebacken und frittiert werden.

Dazu gereicht wird Tensuyu, eine Sauce aus Sojaextrakt, Fischsud und Reiswein.

Oftmals wird auch Hähnchen, Rinder- oder Schweinefleisch frittiert angeboten.  Wenn du keinen rohen Fisch magst, ist dies eine gute Alternative.

Foto: Wikimedia
Foto: Wikimedia
Teriyaki

Teriyaki ist in spezieller Sauce mariniertes Fleisch (Rind, Huhn), Fisch oder Gemüse, welches anschließend gebraten oder gegrillt wird. Die Grundlage für die Marinade ist Sojasauce, Sake und Honig oder Zucker. Serviert wird Teriyaki mit japanischem Reis und Gemüse.

Foto: Wikimedia
Foto: Wikimedia
Getränke

In Japan wird gerne Bier getrunken. Die bekanntesten japanischen Biersorten sind Kirin, Sapporo und Asahi. Sie schmecken gut, und unterscheiden sich kaum von deutschen Bieren.

Zu Sushi & Co. trink man auch Reiswein, den sogenannten Sake. Er wird sowohl warm als auch kalt serviert. Der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sake enthält zirka 15 % bis 20 % Alkohol, und ist somit stärker als unsere Rot- und Weißweine.

Als nicht alkoholisches Getränk bieten sich verschiedene Tees an. Am beliebtesten ist der Sencha, eine japanische Grüntee-Sorte.

Das war mein kleiner Streifzug durch die japanische Küche. Selbstverständlich hat  diese wesentlich mehr zu bieten als Sushi und Tenpura.

Zum Beispiel das Wagyu-Beef, auch Kobe-Rind genannt. Es wird als  wertvollstes Fleisch der Welt bezeichnet, und soll so zart sein, dass es auf der Zunge zergeht. Probiert habe ich es noch nicht. Mit ca. 500,– EUR Kaufpreis pro Kilogramm ist es mir ehrlich gesagt auch ein bisschen zu teuer :)!

Die Fotos in diesem Beitrag wurden zur Verfügung gestellt von:

http://www.pixelio.de
http://www.wikimedia.de
http://www.piqs.de

Sushi im INTERNET:

Willst Du mehr über Sushi & Co erfahren? Dann schaue mal hier:

Sushi-Guide von Lieferando
Voi lecker – Genießerblog

Mein Restaurant-Tipp:

Das Japanisches Restaurant KONOMI in Heidelberg,
Untere Neckarstraße 54 (hinter der Stadthalle).

Die Auswahl an japanischen Restaurants in Heidelberg ist nicht wirklich groß. Das bekannteste und vermutlich beste ist das Konomi. Hier haben wir kürzlich gegessen. Das Speiseangebot ist nicht außergewöhnlich, es werden hauptsächlich die oben beschriebenen Speisen angeboten.

Das Essen war gut und frisch zubereitet.  Allerdings konnte das Sushi nicht an die California Rolls herankommen, die ich von Amerika her kenne.  Die Portionen waren nicht sehr reichlich. Wir mussten einmal nachbestellen, sonst wären wir hungrig  aufgestanden. Tip: extra Reis als Beilage dazu bestellen!

Die asiatischen Bedienungen, stilecht in Kimonos gekleidet, waren sehr freundlich und aufmerksam. Wir waren mit dem Service sehr zufrieden.

Die Einrichtung des Restaurants ist etwas skuril: Deutsche Gemütlichkeit gepaart mit japanischen Gestaltungselementen und fernöstlicher Deko. Aber nicht kitschig, sondern ganz nett. Ich gehe nicht näher auf das Ambiente ein, denn das Konomi sucht derzeit neue Räume. Das Hotel, in welchem sich  das Restaurant befindet, wird Ende Juli 2016 geschlossen.

Ich empfehle, am Wochenende unbedingt zu reservieren. Das Restaurant war sehr gut besucht. Am Montag und am Sonntag ist Ruhetag.

Kennst Du ein besonders gutes japanisches Restaurant? Dann lasse es uns bitte wissen…

Hotelgutschein – Deal oder Abzocke?

Hotelgutschein
Foto: Meike Pantel_pixelio.de

Vor einigen Monaten hatte ich beim Schnäppchenportal Limango ein verlockendes Angebot gefunden: Als „Deal des Tages“ konnte man für  30 EUR einen Gutschein für drei kostenlose Hotelübernachtungen für jeweils 2 Personen kaufen.  Einzige Bedingung war, dass man im ausgewählten Hotel Halbpension dazu buchen musste. Das fand ich OK, denn Frühstücken und zu Abend essen muss man ja sowieso. Hotelgutschein – Deal oder Abzocke? weiterlesen

Travel- und Lifestyle-Blog

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