Das kleine Sushi-ABC

Seit langer Zeit war ich mal wieder japanisch Essen .  Da ich mich in der japanischen Küche nicht besonders gut auskenne, saß ich etwas ratlos vor der Speisekarte. Die einzelnen Gerichte waren zwar als Fotos abgebildet, aber trotzdem wusste ich nicht, was genau ich da zum Essen angeboten bekam.  Ich habe deshalb etwas recherchiert und bin jetzt im Bilde. Wenn Du auch ein bisschen Nachhilfe in Punkto Sushi & Co. gebrauchen kannst, dann wirst du hier fündig.

Beitragsfoto: Tim Reckmann_pixelio.de

Die Vorspeise:  Miso-Suppe

Als Vorspeise wird meistens eine Suppe angeboten. Die bekannteste ist die Misoshiru, kurz auch Miso-Suppe genannt. Sie wird aus Fischsud und Sojabohnenpaste gemacht,  die Suppeneinlagen sind Tofustückchen, grüne Meeresalgen (Wakame) und Frühlingszwiebeln, manchmal auch noch Shiitake (Pilze).  In den meisten japanischen Restaurants wird die Suppe in einem Schälchen und ohne Löffel, dafür aber mit Stäbchen serviert. Die Suppe wird direkt aus der Schale getrunken, die festen Bestandteile werden mit den Stäbchen herausgefischt.

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Sushi

Eines der bekanntesten japanischen Speisen ist das Sushi. Die in Deutschland gebräuchlichsten Formen sind:

Nigiri-Sushi
Das Nigiri besteht aus einer Unterlage aus zusammengepresstem, klebrigen  Reis,  welche mit einem Stück rohem Fisch, Garnelen oder bei der vegetarischen Variante mit Omelett belegt wird. Meistens wird das Bündel mit einem Streifen aus einer Meeresalge (Nori) zusammen gehalten. In Deutschland wir das Nigiri hauptsächlich mit Thunfisch , Lachs, Garnelen und Krabbenfleisch angeboten.

Nigiri-Sushi
Foto: Petra Bork/pixelio

Maki-Sushi
Unter Maki-Sushi versteht man die typischen Reisröllchen, die in Nori (Algenblätter) eingewickelt und innen gefüllt sind. Die Füllung besteht aus Avocado, Gurke, Kürbis, Thunfisch, Lachs, Krabbenfleisch, Garnelen…

Maki-Sushi
Foto: Tim Reckmann_pixelio.de

Es gibt viele verschiedene Arten von Maki. Eine der bekanntesten ist das Ura-Maki, auch California Rolls genannt.  Hier befindet sich der Reis nicht innerhalb des Algenblatts sondern außen, und ist zusätzlich mit Sesamsamen oder Fischeiern ummantelt.  Ura-Maki sind mit Gemüse oder Fisch gefüllt.

California Rolls
Foto: Wikimedia

Zum Sushi wird Wasabi (eine grüne Paste aus sehr scharfem, japanischen Meerrettich), eine kleine Portion Gari (eingelegter Ingwer) und Sojasauce serviert.

Sashimi

Ebenfalls auf jeder Speisekarten zu finden sind verschiedene Sashimi-Gerichte. Sashimi sind ca. 3 bis 4 mm dicke Filetstreifen von rohen Fischen oder Meerestieren. Verwendet werden Salzwasserfische wie Thunfisch, Meeraal, Lachs, Makrele oder Schwertfisch.  Auch Garnelen, Austern und verschiedene Muscheln werden als Sashimi angeboten. Dazu isst man Reis.

Sushi
Foto: Jon Rawlinson über piqs.de
Tenpura

Unter Tenpura (auch Tempura) versteht man in feinem Reismehl panierte Fische, Garnelen und Krabben sowie verschiedenes Gemüse, welche in Fett ausgebacken und frittiert werden.

Dazu gereicht wird Tensuyu, eine Sauce aus Sojaextrakt, Fischsud und Reiswein.

Oftmals wird auch Hähnchen, Rinder- oder Schweinefleisch frittiert angeboten.  Wenn du keinen rohen Fisch magst, ist dies eine gute Alternative.

Foto: Wikimedia
Foto: Wikimedia
Teriyaki

Teriyaki ist in spezieller Sauce mariniertes Fleisch (Rind, Huhn), Fisch oder Gemüse, welches anschließend gebraten oder gegrillt wird. Die Grundlage für die Marinade ist Sojasauce, Sake und Honig oder Zucker. Serviert wird Teriyaki mit japanischem Reis und Gemüse.

Foto: Wikimedia
Foto: Wikimedia
Getränke

In Japan wird gerne Bier getrunken. Die bekanntesten japanischen Biersorten sind Kirin, Sapporo und Asahi. Sie schmecken gut, und unterscheiden sich kaum von deutschen Bieren.

Zu Sushi & Co. trink man auch Reiswein, den sogenannten Sake. Er wird sowohl warm als auch kalt serviert. Der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sake enthält zirka 15 % bis 20 % Alkohol, und ist somit stärker als unsere Rot- und Weißweine.

Als nicht alkoholisches Getränk bieten sich verschiedene Tees an. Am beliebtesten ist der Sencha, eine japanische Grüntee-Sorte.

Das war mein kleiner Streifzug durch die japanische Küche. Selbstverständlich hat  diese wesentlich mehr zu bieten als Sushi und Tenpura.

Zum Beispiel das Wagyu-Beef, auch Kobe-Rind genannt. Es wird als  wertvollstes Fleisch der Welt bezeichnet, und soll so zart sein, dass es auf der Zunge zergeht. Probiert habe ich es noch nicht. Mit ca. 500,– EUR Kaufpreis pro Kilogramm ist es mir ehrlich gesagt auch ein bisschen zu teuer :)!

Die Fotos in diesem Beitrag wurden zur Verfügung gestellt von:

http://www.pixelio.de
http://www.wikimedia.de
http://www.piqs.de

Sushi im INTERNET:

Willst Du mehr über Sushi & Co erfahren? Dann schaue mal hier:

Sushi-Guide von Lieferando
Voi lecker – Genießerblog

Mein Restaurant-Tipp:

Das Japanisches Restaurant KONOMI in Heidelberg,
Untere Neckarstraße 54 (hinter der Stadthalle).

Die Auswahl an japanischen Restaurants in Heidelberg ist nicht wirklich groß. Das bekannteste und vermutlich beste ist das Konomi. Hier haben wir kürzlich gegessen. Das Speiseangebot ist nicht außergewöhnlich, es werden hauptsächlich die oben beschriebenen Speisen angeboten.

Das Essen war gut und frisch zubereitet.  Allerdings konnte das Sushi nicht an die California Rolls herankommen, die ich von Amerika her kenne.  Die Portionen waren nicht sehr reichlich. Wir mussten einmal nachbestellen, sonst wären wir hungrig  aufgestanden. Tip: extra Reis als Beilage dazu bestellen!

Die asiatischen Bedienungen, stilecht in Kimonos gekleidet, waren sehr freundlich und aufmerksam. Wir waren mit dem Service sehr zufrieden.

Die Einrichtung des Restaurants ist etwas skuril: Deutsche Gemütlichkeit gepaart mit japanischen Gestaltungselementen und fernöstlicher Deko. Aber nicht kitschig, sondern ganz nett. Ich gehe nicht näher auf das Ambiente ein, denn das Konomi sucht derzeit neue Räume. Das Hotel, in welchem sich  das Restaurant befindet, wird Ende Juli 2016 geschlossen.

Ich empfehle, am Wochenende unbedingt zu reservieren. Das Restaurant war sehr gut besucht. Am Montag und am Sonntag ist Ruhetag.

Kennst Du ein besonders gutes japanisches Restaurant? Dann lasse es uns bitte wissen…

3 Gedanken zu „Das kleine Sushi-ABC“

  1. Vielleicht wäre es das nächste Mal besser, genau umgekehrt vorzugehen? Erst informieren und dann essen gehen?
    Aber trotzdem Danke für die guten Erklärungen, ich bin jetzt voll auf Stand 🙂

  2. Hallo!
    Ein sehr schöner und informativer Artikel über Sushi. Danke dafür!

    Bei uns im Bonner Raum kann ich auf jeden Fall das Mikado empfehlen. Man kann sich mit per All-You-Can-Eat hervorragend durch die Karte probieren und durch die Bestellung per Touchpad ist sogar eine nette Spielerei garantiert. 🙂

    http://fridgebox.de/mikado-sankt-augustin/

    Liebe Grüße,
    Stephanie

    1. Liebe Stephanie,
      vielen Dank für deinen Tipp! Das mit dem Touchpad ist ja ein coole Sache! Wenn ich mal in der Gegend bin, schau ich dort mal vorbei!
      Herzliche Grüße
      Birgit

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